Künstliche Intelligenz: Rainer Mühlhoffs Thesen zu KI und Faschismus (Teil 3)

Shownotes

Das Thema KI begleitet diesen Podcast von Beginn an. Im dritten Teil widmen sich Chris und Roman einer aktuell kontroversen Auseinandersetzung um KI und Faschismus. Sie greifen den Philosophen Rainer Mühlhoff auf und diskutieren seine Thesen zur Künstlichen Intelligenz. Wie immer mit dabei: Ihre christliche Perspektive auf die Veränderungen der Welt. Das Buch: Rainer Mühlhoff: Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus. Reclam

Die Netztheologen sind Chris und Roman, ein Nerd und ein Theologe, die den digitalen Wandel diskutieren. Welche Perspektiven ergeben sich durch den christlichen Glauben auf die Zwiespältigkeit der Technik? Chris und Roman analysieren und spekulieren über faszinierend neue und manchmal apokalyptisch schaurige Zukunftszenarien. Die Netztheologen sind ein Teil von yeet, dem evangelischen Contentnetzwerk.

Kommentare (3)

Erich H.

Danke für die Sendung. Für mich fiel der Begriff „ Menschenbild”. Eine Zusammenfassung für wichtige Fragen: Der Mensch ein „ Wolf” ( Eine wenig zutreffende Metapher für den Wolf. Wölfe leben in einer sozialen Gruppe. Sind scheu. Töten anderes Leben, wenn sie Hunger haben. Bei Menschen ist das nicht anders….) Beim christlichen Menschenbild geht es darum, dass kein Mensch Gott sein kann. Daraus folgt, die Verantwortung für alles, was lebt. Zum Beispiel: Wenn KI Menschen arbeitslos macht, die Verantwortung gegenüber diesen Menschen. Zum Beispiel: Wenn KI zu einem faschistischen Staat führt, darf ich das kritisch und öffentlich benennen, ohne verfolgt und ins verurteilt zu werden? Darf ich in einem KI Staat auch die negativen Seiten öffentlich benennen? Was heisst in einem KI Staat „Effizienz“ ? Gibt es in einem KI Staat auch die Gewaltentrennung? - Diese Fragen hängen mit dem christlichen Weltbild zusammen.

Roman

Lieber Daniel, danke für deine Message, die auch uns zum längeren Nachdenken gebracht hat. Wie du vielleicht aus unserem Podcast weißt, sind wir nicht so sehr darauf hinaus, konkrete Handlungsanweisungen zu formulieren. Das widerspricht unserem Selbstverständnis. Daher wollen wir auch im Podcast Formulierungen vermeiden wie „Nie wieder Chatgpt nutzen“ oder sowas. Wir teilen deine Analyse in dem Sinne, dass KI ein Teil der Welt und damit der Sündenstruktur ist. Aber das trifft auch auf anderes zu: Essen zu kaufen, das aus dem Leid von Tieren herkommt, oder Kleidung zu kaufen, die unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt wurde – auch das begleitet uns täglich als Sünde. Nun ist dennoch klar, dass es nichts hilft, hier zu rufen: „nie wieder Kleidung“, „kein Essen“, usw. Christen bleiben Teil der Welt. Natürlich wollen wir dennoch einen Rat formulieren, wie mit KI umzugehen ist. Das wäre nach unserem Verständnis: Achtsamkeit im Umgang; Bewusstsein darüber, woher das Trainingsmaterial stammt; Wo es geht, KI vermeiden und „alte“ Wege gehen (Wikipedia gibt’s immer noch!); Mit anderen über die KI-Probleme sprechen und Mitmenschen „warnen“; Kritisch sein: die KI-Versprechen nicht blind glauben. Wir werden das Thema KI nicht mehr los, und uns als Christen da ganz rauszuhalten, kann nicht der Weg sein, weil wir dann nichts bewegen können und nur „trotzen“. Daher: verantwortungsvoll umgehen.

Daniel K.

Ich habe gerade das Gespräch zum Thema „KI“ im Zusammenhang von Rainer Muehlhoff: KI und der neue Faschismus, gehört. Mich hat insbesondere der Hinweis auf die Reich Gottes Verkündigung Jesu v.Nazareth und unsere christliche Haltung dazu heute interessiert. Ich frage mich deshalb: Darf ich überhaupt mit ChatGPT kommunizieren, wenn ich weiß, dass es sich hierbei um kein seriöses Netzwerk handelt. Für die Beantwortung dieser Frage wäre ich sehr dankbar. Mit freundlichen Grüßen D.K.

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